Halali - und die Sau macht sich rar

Von Simon Wälti

Der Tag dämmert, doch das Licht dringt nur zaghaft durch die tropfenden Wolken und durch das von der Nässe dunkle Astwerk. Heute wird es den ganzen Tag über trüb bleiben und dann früh eindunkeln, so viel ist abzusehen. Immerhin prasselt im Wald auf dem Jolimont im Seeland zwischen Ins und Erlach bereits ein Feuer – und in der Brust der Menschen, die sich in dicken grünen und braunen Kleidern darum scharen, regt sich das Jagdfieber. Der Patentjägerverein Seeland hat in der Altjahreswoche zu einer Treibjagd auf Wildschweine eingeladen. Noch bis Ende Januar dürfen die Schwarzkittel – wie sie im Jargon heissen – gejagt werden.
Gegen 40 Jägerinnen und Jäger haben sich bei der Hütte oberhalb von Tschugg eingefunden. Lieber als dieses trübe und feuchte Wetter wäre ihnen ein richtig kalter klarer Wintermorgen und eine verschneite Landschaft, denn dann sähe man die Trittsiegel, die Abdrücke der Wildschweine im Schnee. Man hörte jedes Knacken im Gehölz – und die Hunde röchen jede Borste.

Jagdleiter Erich Schwab rüstet zum Aufbruch.

«Passt auf, es geht schnell»

Jagdleiter Erich Schwab ruft noch einmal die wichtigsten Sicherheitsregeln in Erinnerung. Sichtkontakt mit den Nebenleuten aufnehmen, Leuchtweste oder -jacke anziehen, «hochflüchtiges Wild» nicht beschiessen, nicht in Richtung der Treiber schiessen. «Passt auf, es geht schnell, wenn man einen nervösen Zeigefinger hat», sagt Schwab. Die Leitbache, das weibliche Führungstier, solle man verschonen. Bei den Keilern, den männlichen Wildschweinen, wiederum solle man vor dem Schuss daran denken, dass die Rauschzeit begonnen habe. Dann sind die Keiler, von Hormonen überflutet, hinter den Bachen her. «Und das Fleisch ist dann unter Umständen nicht mehr sehr gut zu essen», sagt Schwab. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass die Jäger eine Sau erlegen, wird dies mit fünf kurzen Hornstössen signalisiert. Danach kommt eine eisern befolgte Regel zur Anwendung: Der Schütze kann das Tier nicht für sich selber beanspruchen, das Fleisch gehört allen. Das hat auch damit zu tun, dass es in der Schweiz weit weniger Wildschweine gibt als Rehe. Der Jagderfolg ist, anders als bei Asterix und Obelix, keineswegs garantiert.

Die Treiberinnen und Treiber begeben sich zum Punkt, an dem sie ausschwärmen werden.

Jäger nützen GPS-Tracker

Vereinspräsident Kurt Günthart organisiert die Treiber. In dieser Gruppe sind alle eingeteilt, welche die Jagdprüfung noch nicht absolviert haben, dazu gehören auch die Journalisten. Der 64-jährige Günthart lässt seine Flinte im Auto, er müsse nicht unbedingt schiessen, meint er. «Ich jage nicht, um zu töten», sagt er. «Es geht auch um das Soziale, die Freundschaft und den Zusammenhalt im Verein bei solchen Gesellschaftsjagden.» In dieser Jagdsaison hatte er bereits mit einer kleineren Gruppe im Jura Erfolg. Zwei Wildschweine blieben auf der Strecke. Er zeigt die Bilder auf dem Handy.

Hündin Ula ist aufgeregt, sie wartet auf den Augenblick, wenn sie von der Leine gelassen wird. Die Deutsche Wachtelhündin hat schon mit Wildschweinen «Bekanntschaft» geschlossen. In einem abgeschlossenen Bereich, in einem sogenannten Wildschweingatter in Frankreich, stöberte sie zur Ausbildung nach den wehrhaften Tieren. Dabei kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen, vor allem wenn die Keiler mit ihrem Gewaff, den zu grossen Hauern gebogenen Eckzähnen, zustossen.
Günthart führt das Horn zu den Lippen und gibt ein langes und lautes Signal, das Zeichen zum Jagdbeginn. Ula schiesst los, kreuz und quer rennt und springt sie mit hörbaren Lauten durch Gebüsch und Unterholz. Die Jäger gehen mit der Zeit und nützen die heutige Technik, denn die viereinhalb Jahre alte Hündin trägt ein Halsband mit einem GPS-Tracker. Auf seinem Smartphone kann Günthart ihren Lauf mitverfolgen. Immer wieder hört man die Hündin bellen. «Sind die Laute hell, so ist es ein Reh», sagt Günthart. Hätte Ula Wildschweine aufgespürt, so würde sie tiefer und grimmiger bellen.

Die Jäger warten verteilt im Wald auf das Wild. Doch die Wildschweine kommen nicht in die Nähe der Gewehre.

Die Sau ist schlau

Sus scrofa, wie das Wildschwein im Fachbegriff heisst, übt seit Jahrtausenden auf die Menschen in Europa eine grosse Faszination aus. Schon die Kelten bildeten gerne auf ihren Münzen Wildschweine ab, eher schlanke Tiere mit hoch aufgerichtetem Borstenkamm auf Nacken und Rücken. Der Gott Teutates erschien in der Vorstellung der Kelten nicht selten in Begleitung eines Ebers oder Keilers. Das Tier gilt als schlau und clever. Viele Jäger wissen davon ein Müsterchen zu erzählen. Die Ansitzjagd ist bis abends neun Uhr erlaubt. Sobald der Jäger seine Waffe entlädt und vom Hochsitz steigt, dann kommen ganz sicher die Säue und beginnen auf der Lichtung im Gras zu wühlen. Lauert der Jäger am Rande eines Jagdbanngebiets, dann bleiben die Säue bestimmt genau auf der anderen Seite der Grenze. Auch Günthart hat schon einiges erlebt. Schnee, Mondlicht, eine klare Nacht. Dann hört er die Tritte einer Sau im Schnee, sieht manchmal auch einen Schatten unter den ausladenden Tannen. «Ich bin fast sicher, sie hat mich irgendwie bemerkt und kam darum nie richtig ins Freie hinaus, sodass ich nicht schiessen konnte.»

Die Jagd des Patentjägervereins Seeland war nicht von Erfolg gekrönt.

Viel Aufwand bis zum Patent

Gerne suhlen sich die Wildschweine in schlammigem Untergrund und scheuern sich an Bäumen. Auf solche Malbäume achten die Treiber, sie schlagen mit Stöcken gegen die Stämme und rufen laut, um das Wild aufzuschrecken und in Bewegung zu setzen. Nicht selten ist das Jagen eine Familienangelegenheit – so etwa bei Stefanie Kunz und Marc Schwab. Die 15-jährige Stefanie will schon bald mit der Ausbildung beginnen, auch wenn man für die Prüfung mindestens 18 Jahre alt sein muss. Auf ihrem Trieb durch den Mischwald, der mit Bunkern aus dem Ersten Weltkrieg durchsetzt ist, hat sie vieles beobachtet: «Ich habe vier Rehe gesehen, ein Bock und ein Kitz waren dabei», sagt die junge Frau. Sie hat auch Spuren von Wildschweinen entdeckt. Der 20-jährige Marc Schwab ist schon seit Kindesbeinen, «seit ich laufen kann», auf der Jagd. Nach Abschluss seiner Metzgerlehre will er mit der Ausbildung beginnen. Da werde einem viel abverlangt, sagt er, auch zeitlich. Gerechnet wird mit einem Aufwand von 750 bis 1000 Stunden bis zur Prüfung, dazu gehören auch gemeinnützige Einsätze wie etwa Hegetage oder Putzaktionen in Wald und Flur.

Andreas Bangerter, einer der Treiber, kommt schweissgebadet und mit dreckstarrenden Hosen zur Waldhütte zurück. Er pirschte sich mit seinem Glatthaar-Foxterrier durch den unwegsamen und steilen westlichen Abhang des Jolimont. «Treiben ist meine Leidenschaft», sagt er. Fast hätten die Leidenschaft und der volle Körpereinsatz zum Ziel geführt, denn er hat vier Säue gesehen. «Auf die letzte Wildsau schiesse ich, wenn sie mir nur nicht das ‹Füdle› zudreht.»
Den Schuss auf eine Distanz von 70 Meter hätte sich der erfahrene Jäger zugetraut. Aber eben, in den Hintern schiesst man einer Sau nicht, das ist nicht waidmännisch. Der Schuss muss seitlich erfolgen, damit lebenswichtige Organe wie Herz oder Lunge getroffen werden. Günthart ist nicht überrascht über den Ausgang der Treibjagd: «Bei der Wildschweinjagd sind Misserfolge häufiger als Erfolge.» Ein anderer Jäger zuckt die Schultern und meint trocken zu diesem feuchten Tag: «Da schickt man auch keine Sau hinaus.» Es war trotzdem ein guter Tag – auch für die Wildschweine.

Jagd im Kanton Bern

Saison dauert bis Ende Januar

Die Wildschweine sind vor allem im Seeland und im Berner Jura verbreitet. Im Mittelland dagegen gibt es nur vereinzelte Tiere.

Die Wildschweinjagd im Kanton Bern ist vom 2. August bis Ende Januar erlaubt. Während der letzten Jagdperiode wurden 180 Tiere zur Strecke gebracht, ein Viertel weniger als im Vorjahr. Am meisten Wildschweine werden jeweils in den Monaten Dezember und Januar geschossen. Das hat mehrere Gründe: Die Rehjagd dauert bis Mitte November, nach diesem Stichtag haben die Berner Jäger Zeit, sich den Wildschweinen zu widmen. Zudem ist es einfacher, die Tiere zu finden, wenn Schnee liegt.

Am stärksten verbreitet sind die Wildschweine im Berner Jura und im Seeland, in diesen Landesteilen werden auch am meisten Schweine geschossen. Im Oberland und vor allem auch im Mittelland können sich aufgrund des hohen Jagddruckes keine Bestände etablieren, wie das Jagdinspektorat des Kantons Bern im Jahresbericht 2016 schreibt. Auch im Emmental und im Schwarzenburgerland sind sie nur vereinzelt anzutreffen. Der Bestand im Kanton Bern wird auf etwa 1000 Tiere geschätzt; dabei handelt es sich um die Zahl im Frühling, wenn die Bachen frischen, also die Weibchen ihre Jungen bekommen.

Tagsüber verstecken sich die Tiere gerne in den Schilfgürteln am Neuenburger- und Bielersee. Foto: Margrit Marti-Guillebeau

Rückzug in die Schilfgürtel

Die Wildschweine tun sich gerne an Mais gütlich. Zum einen ist das Getreide nahrhaft, zum anderen bieten die Maisfelder ihnen guten Schutz. Die Wildschweine sind vor allem in der Nacht unterwegs. Tagsüber verstecken sich die Tiere gerne in den Schilfgürteln am Neuenburger- und Bielersee. Zu beobachten sind sie etwa im Wasser- und Zugvogelreservat Fanel, wo sie nicht gejagt werden dürfen. Das Schutzgebiet von internationaler Bedeutung bei Gampelen ist darum für sie ein beliebter Rückzugsort, wie Wildhüter Hans-Ulrich Haussener berichtet. «Dort haben sie ihre Ruhe. Es gibt Säue, die sich über Monate hinweg im Schilf aufhalten.» Durch ihre beständige Wühlarbeit sorgen sie dort laut Haussener für eine erwünschte Umwälzung des Riedbodens. Die Wildschweine sind gute Schwimmer, Gewässer stellen für sie kein Hindernis dar. Sie wurden auch schon dabei beobachtet, wie sie den Bielersee durchschwammen.

Immer wieder sind auch die Schäden, welche die Wildschweine an landwirtschaftlichen Kulturen anrichten, ein Thema. Um die Schadflächen auf den Feldern besser abschätzen zu können, werden auch Drohnen eingesetzt. Der Kanton Bern zahlte im letzten Jahr gut 70'000 Franken an geschädigte Bauern aus. Klar ist: Für den betroffenen Bauern ist jede Sau eine zu viel. In anderen Kantonen, zum Beispiel im Aargau, sind die Wildschweinschäden jedoch deutlich höher. In der Stadt Aarau wurde im September sogar eine ganze Rotte von Wildschweinen von einer Überwachungskamera gefilmt.

Marc Schwab, Stefanie Kunz und Kurt Günthart gönnen sich während der Jagd auf dem Jolimont eine kleine Pause.

Akustischer Wildschweinschreck

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW führte in den letzten Jahren im Auftrag des Kantons Bern ein Projekt zur Vergrämung von Wildschweinen durch. Dabei verbreiteten die Forscher mit Lautsprechern in unregelmässigen Zeitintervallen Wildschweinwarnlaute. So liessen sich beim Fanel landwirtschaftliche Kulturen über einige Zeit mit relativ gutem Erfolg schützen. Der akustische «Wildschweinschreck» kommt als neuartige Präventionsmassnahme neben herkömmlichen Methoden wie Elektrozäunen zum Einsatz. Doch auch hier besteht die Gefahr, dass sich die gelehrigen Tiere an die Signale gewöhnen und trotzdem in die Maisfelder eindringen.

Die Wildschweine waren im 19. Jahrhundert vielerorts fast ausgerottet oder auf Restbestände reduziert. Im 20. Jahrhundert hat sich das Tier einen grossen Teil des Lebensraumes zurückerobert. In der kleinräumigen Schweiz hatte der Vormarsch aber Grenzen. Vor einigen Jahren stand die Sau gewissermassen vor den Toren Berns – man glaubte, sie würden sich noch weiter Richtung Osten ausbreiten. Doch die Autobahnen bilden ein grosses Hindernis. In den Hügeln des Emmentals gibt es zudem weniger Buchen und Eichen. Die Tiere fressen gerne Buchnüsse und Eicheln. (wal)

«Das gibt einem einen richtigen Kick»

Foto: Margrit Marti-Guillebeau

Naturfotografin Margrit Marti-Guillebeau ist fasziniert von Wildschweinen.

Interview: Simon Wälti

Frau Marti-Guillebeau, wie sind Sie zu Ihrem Hobby gekommen?

Im Sommer 2013 bekam ich Bilder von einem ehemaligen Schulkollegen zu sehen. Er war bereits seit Jahren als Naturfotograf tätig und betrieb eine schöne Homepage. Ich war sofort fasziniert davon, wie er die Details der Tiere auf seinen Fotos sichtbar machen konnte. Das hat mich gepackt, und ich kaufte mir eine Kamera. Im Februar 2014 fuhr ich zum ersten Mal zum Fotografieren in die Natur hinaus.

Haben Sie bestimmte Vorlieben, was Tiere anbetrifft?

Ich gehe meist ohne feste Vorstellungen los und lasse mich überraschen. So hat man fast am meisten Chancen, auch etwas zu sehen. Legt man sich vorher fest, dann muss man auch damit rechnen, mit leeren Händen zurückzukommen. Aber selbst dann ist die Zeit, die man in der Natur verbringt, nicht vergebens. Es sind immer ganz intensive Stunden. Man ist mit allen Sinnen hellwach.

Wann sahen Sie zum ersten Mal eine Wildsau?

Es war 2014 im Naturschutzgebiet Fanel am Neuenburgersee. Mein Mann begleitete mich, auch er war fasziniert von diesem Tier. Das gibt einem einen richtigen Kick, das Herz schlägt höher. Es braucht aber immer auch Glück, um Wildschweine zu sehen. Kürzlich habe ich sie im Gebüsch gehört, aber gesehen habe ich sie leider nicht.

Was beachten Sie, wenn Sie sich auf die Lauer legen?

Ich parfümiere mich ganz sicher nicht, denn die Tiere riechen sehr gut. Man muss immer auch die Windrichtung beachten. Natürlich muss man sich auch sehr ruhig verhalten, denn die Wildschweine haben gute Ohren. Ihr Gesichtssinn dagegen ist weniger gut ausgebildet. Ich glaube aber, dass sie die Farbe Blau gut wahrnehmen können, darum trage ich keine Jeans.

Haben Sie einen festen Platz, von dem aus Sie die Tiere beobachten?

Recht häufig gehe ich auf den sogenannten Bernerturm im Fanel, der der Organisation Ala gehört, der Bernischen Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz. Ich bin Mitglied dieser Gesellschaft. Ich mache auch sehr gerne Bilder von Vögeln. Von diesem Turm aus hat man eine gute Sicht auf das Schilf.

Sie brauchen wohl viel Geduld?

Ja, es braucht wahnsinnig viel Geduld. Man muss immer wieder anreisen, bis man die Tiere vor der Linse hat. Aber auch wenn ich keine Wildsau fotografieren kann, komme ich nicht frustriert zurück nach Hause. Etwas kann man immer mitnehmen – und seien es auch nur einige Sonnenstrahlen im Gesicht.

Diese Bache merkte, dass sie beobachtet wurde. Foto: Margrit Marti-Guillebeau

Kennen Sie einzelne Tiere?

Nein, im Allgemeinen nicht. Es sind stets andere Tiere. Nur in einem Winter habe ich eine Bache immer wieder zusammen mit einem halbwüchsigen Tier gesehen. Da hatte ich das Gefühl, dass auch sie mich kannte und mich nicht mehr als Gefahr wahrnahm. Es wäre natürlich schön, einmal eine ganze Rotte fotografieren zu können, oder Frischlinge.

Wie nahe kamen Sie dieser Bache?

Einmal waren wir nur noch etwa zehn Meter voneinander entfernt. Da hatte ich schon ein seltsames Gefühl. Ich fragte mich, ob ich wegrennen soll. Aber sie wäre sicher schneller als ich gewesen. So blieb ich stehen und verhielt mich ganz ruhig. Sie musterte mich eine Weile, drehte dann ab und ging weg. Ruhig zu bleiben, ist das A und O. Mich fasziniert immer wieder, wie sich die wilden Tiere ganz ohne menschliche Hilfe behaupten und durchschlagen können.

Sie haben gesagt, man müsse geduldig sein. Ich nehme an, man muss jetzt im Winter auch sehr kälteresistent sein.

Ja, ich nehme immer heissen Tee mit und ziehe mich ganz warm an; mit spezieller Kleidung, die auch die Jäger tragen. Ich habe ein Gilet, das sich über einen Akku beheizen lässt. Trotzdem friere ich nicht selten, vor allem an den Fingern, denn man muss ja die Kamera bedienen. Das geht immer noch am besten, wenn man die Handschuhe auszieht oder zurückstreift. Dennoch lohnt es sich, auch im Winter auf Fotojagd zu gehen. Ich habe schon so manches schöne Winterbild machen können.

Wie aufwendig ist Ihr Hobby?

Ich arbeite 50 Prozent im Büro einer Krankenkasse in Bern. Daneben widme ich mich der Naturfotografie. Ich will dabei zeigen, welche Vielfalt an Tieren wir in der Schweiz haben. Ich fotografiere nicht nur Säugetiere, sondern auch Vögel und Schmetterlinge. Da ich über alle diese Tiere Wissen sammle, habe ich bereits viel gelernt. Ich hoffe, dass noch viel Neues dazukommt. Ich betreibe mit Grusskarten und Fotokalendern einen Internetshop und gehe auch auf den Märit. Es ist unterdessen also ein ganz grosses Hobby für mich.

Text: Simon Wälti
Bild: Franziska Scheidegger
Umsetzung: Naomi Jones

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